„Der FC Bayern München!“ Man weiß nicht, ob man die
Selbstsicherheit der Aussage bewundern oder ihre Arroganz verachten soll. Aber
Bayerns Sportdirektor Christian Nerlinger lässt am Dienstag bei der Antwort auf
die Frage, wer in der Coface Arena den LIGA total!-Cup gewinnen werde, keine
Unsicherheit erkennen. Im Vergleich dazu, BVB-Trainer Jürgen Klopp, höflich
zurückhaltend: „Der Gastgeber – Mainz 05!“ Und selbiger, vertreten durch
Manager Christian Heidel: „Der Meister – Borussia Dortmund.“
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| Neue Heimat in den Bretzenheimer Feldern: die Arena. (Foto: WP) |
So viel lässt sich schon sagen, Jürgen Klopp lag falsch mit
der freundlichen Einschätzung seines Ex-Vereins – und auch Christian Nerlinger
wird den Cup heute Abend nicht neben sich auf dem Beifahrersitz platzieren
können. Denn die Bayern sind gegen den „frechen HSV“ (Focus) nicht über ein 1:2
hinausgekommen, und spielen nun gegen den Gastgeber um den dritten Platz. Der
natürlich an Mainz 05 gehen wird – und das ist weder arrogant noch besonders
selbstsicher, sondern einfach die hoffnungsfrohe Aussage eines Fans.
Apropos Fans, die waren gestern noch ein wenig still, aber
am Ende geht es bei dem Cup eben doch nicht so wirklich um was – außer
natürlich für die Bayern, die immer ihre Ehre zu verteidigen haben. Das war
auch deren Anhang klar, der erstmal das Team des BVB mit einem wütenden „Und
ihr wollt Deutscher Meister sein?“ in Stimmung brachte – sind die übrigens
tatsächlich, scheint die Münchner zu schmerzen. Anschließend brüllten sie ihren
eigenen Torwart nieder, aber mit dem wollte gestern ohnehin keiner tauschen – denn als der arme Neuer den Unmut der eigenen Fans über seine schiere
Anwesenheit ausgehalten hatte, traf ihn in der zweiten Halbzeit die Wut der
BVB-Anhänger. Die in ihm dasselbe sehen wie die Bayern: einen Schalker.
Und dann war da noch… das neue Stadion: Steil. Eng. Laut.
Bei aller Liebe und Nostalgie, aber mir wird der Bruchweg nicht fehlen nach meinem
ersten Besuch im Bauch des neuen Schmuckkästchens. Es gibt diese Orte, die sich
sofort richtig anfühlen. Dann die Vorahnung auf alles, was wir hier in Zukunft
erleben werden. Auf die Stimmung, die sich von Tribüne zu Tribüne übertragen
wird. Und als ich den Blick vom Spielfeld hebe färbt sich der Himmel rosa über
den Bretzenheimer Feldern…
Noch ein paar Gedanken zu dem, was einmal Stadion-Alltag
werden wird: Der Einlass hat, zumindest bei uns, problemlos funktioniert. Als
es später ans Verlassen der Arena ging, waren offenbar nur halb so viele Wege
offen, was unnötiges Geschiebe mit sich brachte. Sowieso hätte ich als
Auswärts-Fan nicht gewusst, wo ich lang muss, um einen Bus zu finden…
Die Ordner waren freundlich und hilfsbereit, die Fangruppen
sind auch im gemischten K-Block nicht übereinander hergefallen. Schön, dass die Toiletten-Anlagen mit so vielen Kabinen ausgestattet sind –
allerdings schiebt und drängt sich frau dann an den wenigen Waschbecken, in
trauter Enge mit den Damen, die noch auf freie Klos warten.
Was aus meiner Sicht so nicht geht ist, dass Laugengebäck
und Bier nun zwar in einem Verkaufsraum zusammengefunden haben, es aber
separate Schlangen dafür gibt. In den Pausen ist ohnehin kaum ein Durchkommen
und zeitlich ist das doppelte Anstehen nicht zu machen, das hat gestern viel
Unmut hervorgerufen. Schon klar, das Bier verkauft eben der Caterer, aber das
ist so nicht praktikabel. Dafür gibt es mobile Bierverkäufer, die allerdings
meist mit maximal zu 2/3 gefüllten Bechern unterwegs sind.
Nervig: die Eisverkäufer – als ob der geneigte Fußballfan beim Gedanken an den Nachmittag am Spielfeldrand von Magnum und Eiskonfekt träumt ... Dauernd steht einer dieser Schlackse im Weg, teilweise sind sie zu dritt oder viert im Block und kämpfen sich tatsächlich durch die Reihe bis zum willigen Käufer, wobei sie allen die Sicht versperren. Der freundliche Verkäufer des Fanzines Die TORToUR hingegen durfte während des Spiels nicht im Block herumlaufen – das erklär mir mal einer....
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Nervig: die Eisverkäufer – als ob der geneigte Fußballfan beim Gedanken an den Nachmittag am Spielfeldrand von Magnum und Eiskonfekt träumt ... Dauernd steht einer dieser Schlackse im Weg, teilweise sind sie zu dritt oder viert im Block und kämpfen sich tatsächlich durch die Reihe bis zum willigen Käufer, wobei sie allen die Sicht versperren. Der freundliche Verkäufer des Fanzines Die TORToUR hingegen durfte während des Spiels nicht im Block herumlaufen – das erklär mir mal einer....
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